Räume im Flow
SANIERUNG EINES EINFAMILIENHAUSES
Das Einfamilienhaus aus dem Jahr 1979 erstreckt sich über zwei Geschosse und ist geprägt von einem asymmetrischen Satteldach sowie großflächigen Verglasungen. Die Substanz bot viel Potenzial, gleichzeitig war die innere Struktur wenig zeitgemäß.
Ziel der Sanierung war es daher, den Bestand nicht zu überformen, sondern ihn neu zu ordnen und eine offene Raumgestaltung zu entwickeln, die Weite zulässt und dennoch Klarheit schafft.
Kern der Planung ist die strukturelle Optimierung des Wohnbereichs.
Zwei räumliche Kerne gliedern den offenen Grundriss und definieren die Abfolge von Kochen, Essen und Wohnen. Die Küche wurde vergrößert und geöffnet und ist heute nur noch über eine Kücheninsel vom Essbereich getrennt. Dadurch entsteht ein großzügiger Blick in den Wohnraum, während der Wohnbereich selbst durch einen Kaminblock räumlich gefasst bleibt.
Offenheit und Abgrenzung stehen hier nicht im Widerspruch, sondern ergänzen sich und schaffen eine klare, ruhige Raumabfolge im Flow.
Eine besondere Herausforderung stellte die geringe Geschosshöhe des Bestands dar. Durch das Öffnen des Wohnraums nach oben wirkt der Raum heute deutlich höher und weniger gedrungen. Gleichzeitig sorgt die neue Raumstruktur dafür, dass alle Bereiche vom Tageslicht profitieren. Küche, Ess- und Wohnbereich sind von morgens bis abends lichtdurchflutet, das Licht bewegt sich durch den Raum und verbindet die Zonen miteinander. So entsteht ein zusammenhängendes Wohngefühl, das Offenheit nicht nur sichtbar, sondern spürbar macht.